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BÖOTIEN - Das Kloster des seligen Lukas, ein Meisterwerk der byzantinischen Kunst - UNESCO

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2017-04-29 2024-06-05 29.04.2017

Am Abhang des Berges Helikon und unter der antiken Steirion Akropolis, 8 km von dem Dorf Distomo des Regionalbezirks Böotien entfernt, befindet sich eines der berühmtesten und charakteristischsten Denkmäler der mittelbyzantinischen Ära, das Kloster des seligen Lukas („Hosios Loukas“). Es ist dem lokalen Einsiedler Loukas Steriotis gewidmet, der in der Region zwischen 945–953 lebte und für seine Prophetie und seine Heilmächte bekannt war (Erzbistum Thiva und Livadia - Ιερά Μητρόπολη Θηβών και Λεβαδείας).

Das Kloster erhielt seinen Reichtum aus der Tatsache, dass die Reste des seligen Lukas, die in einer Gruft aufbewahrt wurden, „Myron“, eine Art parfümierten Öls, absonderten, das Heilwunder bewirkt hatte.

Die architektonische Einrichtung des Monuments besteht aus einem Komplex von zwei Kirchen, die eine der „Theotokos“ (Gottesmutter), die vermutlich während der Anwesenheit der seligen Lukas gebaut wurde, und die spätere des seligen Lukas. Beide stellen ein einzigartiges Beispiel zur Bautradition Konstantinopels des 10. Jahrhunderts im griechischen Raum dar. Besonders die inneren Räume des Katholikons in der Kirche des seligen Lukas zeigen eine prächtige Symphonie aus Marmorarbeiten mit Cloisonné-Technik und Mosaikgestaltungen.

Die Figuren heiliger Mönche, Kirchenväter und Militärheiliger (das berühmteste Fresko ist das des Jesus von Navi) beherrschen das Kunstwerk.

Das Kloster litt stark an Erdbeben- und Bombenschäden, die erst 1939 zu Restaurierungsarbeiten durch das Kulturministerium führten. Wegen seiner architektonischen und künstlerischen Schönheit besitzt das Kloster des seligen Lukas, zusammen mit dem Neuen Kloster („Nea Moni“) auf Chios und dem in Daphni in der Nähe von Athen, einen Platz auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste.