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MONEMVASIA – Städte auf dem Festland

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2017-01-22 2022-11-24 22.01.2017
Monemvasia Luftaufnahmen 0014
Monemvasia

Die Kleinstadt Monemvasia (Lakonien, Peloponnes), die im byzantinischen Reich bedeutender Stützpunkt und Festung war, verdankt ihren Namen (moni emvasia, gr.: „einziger Zugang“) ihrer einzigartigen Lage auf der Südost-Seite eines imposanten Felsens von ca. 300 Meter Höhe und 1,8 km Länge, der nur über einen schmalen Steg mit dem Festland verbunden ist. Monemvasia wurde auch als „Gibraltar des Ostens“ bezeichnet, denn seine Festung galt lange Zeit als uneinnehmbar.

Monemvasia Luftaufnahmen 0007
Monemvasia

Die Altstadt besteht aus der ab 583 errichteten, ummauerten mittelalterlichen Unterstadt am Abhang des Felsens und der Zitadelle auf der Höhe des Felsens, die nur über einen einzigen, vielfach gewundenen und steilen, aber gut gesicherten Weg erreicht werden kann. Die Zitadelle ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts nicht mehr bewohnt, aber die grandiose Aussicht von der Höhe des Felsens mit nahezu senkrecht bis zum tiefblauen Meer abfallenden Steilwänden und der Blick auf die wie aus dem Felsen gewachsene Agia Sophia-Kirche lohnen den mühevollen Aufstieg.

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Monemvasia

Monemvasia stand im Laufe seiner langen Geschichte unter byzantinischer, fränkischer, venezianischer und schließlich, bis zur Befreiung, unter osmanischer Herrschaft. 1822 tagte hier die erste griechische Nationalversammlung. Dennoch versank die Heimatstadt des Dichters Giannis Ritsos fast völlig in die Bedeutungslosigkeit und zählte 1971 nur noch 32 Einwohner. Am Ufer gegenüber des Felsens entstand das moderne Dorf Gefira ("Brücke"). Nach 1980 setzte der Wiederaufbau der Altstadt ein. Heute sind etliche der mittelalterlichen Gebäude restauriert, einige davon wurden zu Hotels umgewandelt, andere dienen wohlhabenden Athenern als Wochenendresidenz.

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Monemvasia