In der griechischen Mythologie galt er als einer der fünf Flüsse der Unterwelt: der Totenfluss Acheron, über dessen dunkles Wasser die verstorbenen Seelen sich vom Fährmann Charon mit dem Floß übersetzen lassen mussten, um ins Reich des Totengottes Hades zu gelangen. Der Acheron in der realen Welt ist ein 58 km langer Fluss in Epirus. Er speist sich aus zwei Quellflüssen, die dem Ori Soulio und dem Bergmassiv des Tomaros entspringen, an welchem auch das antike Heiligtum von Dodoni liegt. Beim Dorf Polystafylo vereinigen sich beide Quellflüsse zum Acheron. Nördlich der Ortschaft Trikastro tritt der Acheron in ein enges Tal ein, die Acheron-Schlucht, die sich bis zu den Wasserfällen bei der Felsbrücke von Tzavelena erstreckt. Diese beeindruckende Schlucht mit ihren oft senkrechten Felswänden ist stellenweise so schmal, dass sie nur mit dem Boot oder im Fluss watend passiert werden kann. Am Ende der Schlucht verbreitert sich das Flusstal etwas. In diesem idyllischen Tal mit vielen alten, Schatten spendenden Bäumen entspringen im Flussbett eiskalte Frischwasserquellen: die sogenannten „Quellen des Acheron“, bei griechischen und ausländischen Touristen ein beliebtes Ausflugsziel. Nahe der Ortschaft Kastri erreicht der Acheron eine Ebene, in der bis zum Ende des 19. Jh. der inzwischen verlandete Acherousia-See lag, an dessen Ufer sich das heute noch zu besichtigende Totenorakel von Ephyra befand. Beim Dorf Ammoudia mit seinen hübschen Tavernen direkt am Fluss mündet der Acheron schließlich ins Ionische Meer.
ACHERON-SCHLUCHT - Landschaften
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