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MONEMVASIA – Die uneinnehmbare Stadt

  517 Wörter 2 Minuten 929 × gelesen
2020-04-13 2022-11-24 13.04.2020
Monemvasia Luftaufnahmen 0012
Monemvasia Luftaufnahmen

Am dünn besiedelten östlichen Finger der Peloponnes liegt die berühmte Halbinsel Monemvasia mit ihren malerischen Gassen, von denen sich fast jede als Fotomotiv eignet. Monemvasia ist ein auf einem wuchtigen Felsklotz gebautes mittelalterliches Städtchen und nur durch einen schmalen Damm mit dem Festland verbunden. Spätestens vor dem Stadttor muss man umdrehen und sein Auto am Straßenrand abstellen, da der Ort autofrei ist und das Gepäck mit der Karre oder dem Esel transportiert werden muss.

Monemvasia vom Meer 0028
Monemvasia vom Meer

Durch das Stadttor betritt man die Hauptstraße, eine enge Gasse mit idyllischen Tavernen und Cafés und vielen Schmuck- und Souvenirgeschäften. Wo sich im Sommer die Touristen durch die Gassen schieben, herrscht im Frühling und im Herbst paradiesische Stille. Katzen räkeln sich auf bröckelnden Steinstufen und Ladenbesitzer halten einen Plausch miteinander. Hier zu essen ist nicht nur ein kulinarischer Genuss, sondern schon wegen der Aussicht auf das Meer und die anderen Häuser der Stadt zu empfehlen.

Monemvasia Luftaufnahme 0003
Monemvasia Luftaufnahmen

Im Mittelalter und während der byzantinischen Herrschaft gehörte der Ort zu den bedeutendsten Städten der Peloponnes. Und so ist es kein Wunder, dass man überall an die ruhmreiche Vergangenheit erinnert wird: Verwitterte Mauerreste mit eingelassenen Wappen, Kapellen und Zisternen, Tonscherben, überwucherte Gewölbe, abgetretene Steinstufen, auf denen sich Eidechsen sonnen, und gepflasterte Gassen.

Monemvasia vom Meer 0048
Monemvasia

Wenn man die zum Meer steil abfallenden Mauern sieht, kann man sich vorstellen, dass die Menschen zu allen Zeiten auf dem uneinnehmbaren Felsen Zuflucht und Schutz vor Slawen, Türken und Piraten gefunden haben. Von der Mauer blickt man nicht nur auf den schlanken Campanile und eine zum Meer gerichtete Kanone, sondern sieht auch den vielfach gewundenen und steilen Weg, der in die Oberstadt führt.

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Monemvasia

Es ist der einzige, aber gut gesicherte Weg zur ehemaligen Zitadelle. Auf dem Fußmarsch in die Oberstadt hat man unterwegs eine phantastische Aussicht auf die Unterstadt und das Meer. Und von der unbewohnten Oberstadt hat man einen herrlichen Ausblick auf das Hafenstädtchen Géfira.

Monemvasia Agia Sophia 0002
Monemvasia Agia Sophia

Neben dem Kastell mit den Befestigungsanlagen und den zahlreichen anderen Überresten der Oberstadt beeindruckt vor allem die Kirche Agia Sophia, die im Mittelalter über einem dramatischen Steilabfall erbaut wurde. Von der Terrasse hinter der Kirche kann man lotrecht ins klare Meer hinunterblicken. Die Kirche von Agia Sophia gehört zu den ältesten und wichtigsten byzantinischen Kirchen in Griechenland. Sie wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert vom byzantinischen Kaiser Andronicus II. errichtet und war der Panagia Hodegetria gewidmet. In der venezianischen Zeit wurde sie in ein katholisches Kloster umgewandelt. Die Kirche ist inzwischen neu restauriert worden, sodass man jetzt die originalen Wandmalereien im Inneren bestaunen und fotografieren kann.

Monemvasia Agia Sophia 0037
Monemvasia Agia Sophia