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RHODOS - LINDOS

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2017-09-29 2024-03-30 29.09.2017
Lindos Rhodos Luftaufnahmen 0001
Lindos Rhodos, Luftaufnahme

Bereits im Neolithikum erkannten die Menschen die strategisch günstige Lage von Lindos an der Ostküste von Rhodos. Ein im Süden und Norden von Buchten mit einem natürlichen Hafen flankiertes, im Osten steil ins Meer abfallendes Felskap von 116 m Höhe boten ideale Voraussetzungen zur Besiedelung. Archäologische Funde lassen vermuten, dass in Lindos bereits die Mykener siedelten und auf dem leicht zu verteidigenden Burgberg ihre Akropolis errichtet hatten. Die Blütezeit von Lindos begann jedoch im 11. Jh. v. Chr. mit der Ankunft der Dorer. Das auf der Akropolis liegende Heiligtum der Stadtgöttin Athena Lindia gelangte im gesamten östlichen Mittelmeerraum zu Berühmtheit.

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Lindos Rhodos, Luftaufnahme

Die Akropolis wurde vielfach umgestaltet, bis sie während der hellenistischen Zeit ihren endgültigen Ausbau erfuhr. Die Byzantiner bauten auf den Trümmern des antiken Heiligtums eine Burg. Das heutige Kreuzfahrerkastell ist ein Werk der Johanniter aus dem Spätmittelalter. In dieser Zeit wurde der Burgberg als Festung ausgebaut und mit einem mächtigen Mauerwall umzogen.

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Lindos Rhodos, Luftaufnahme

Dank der Ausgrabungen dänischer Archäologen und der teilweisen Rekonstruktionen durch italienische Archäologen klingen in Lindos Antike und Ritterzeit auf einzigartige Weise zusammen. Und so kann man, nachdem man die steile Treppe zum Burgeingang erklommen und ein ausdrucksvolles, antikes Hochrelief bewundert hat, hinter den schweren, dreifachen Befestigungen der Johanniter die lichtdurchfluteten Hallen und die teilweise wieder aufgerichteten Säulen des Athena-Tempels aus der Antike bewundern. Die Burg stammt aus der Zeit der Johanniter.

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Lindos Rhodos, Luftaufnahme