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DENDRA - Der mykenische Friedhof von Dendra

  436 Wörter 2 Minuten 814 × gelesen
2020-03-29 2022-11-19 29.03.2020
Dendra Mykenischer Friedhof 0001
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Der mykenische Friedhof in Dendra erstreckt sich übrer den Hang eines flachen Hügels, westlich von der mykenischen Akropolis von Midea. Seit dem Ende der 1930er Jahre bis heute wurden ein Kuppelgrab und sechszehn Kammergräber ausgegraben, die in den weichen Felsen der Gegend in enger Anordnung gehauen waren.

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Das Kuppelgrab wurde um 1400 v. Chr. gebaut. Es besteht aus einem leicht abschüssigen Korridor von 17, 90 m Länge und 2,50 Breite und einem fast runden Gewölbe. Die Tür zum Grab, an der östlichen Seite des Ganges, ist von zwei Parastaden aus Tuffsteinblöcken auf leicht hervorstehenden Sockeln eingerahmt. Der Eingang wird von einem steinernen Sturz bedeckt, der von Innen dem Bogen des Gewölbes folgt. Über dem Sturz wurde wahrscheinlich ein Entlastungsdreieck gesetzt.

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Die runde Grabkammer mit 7,30m Durchmesser ist von einem Gewölbe bedeckt, von dem man ausgeht, dass es die Höhe von 7m erreichte. Das Gewölbe wurde aus aufeinander folgenden Reihen roten Schiefers gebaut: aus großen viereckigen in den unteren Schichten, kleineren in den oberen Schichten und Keilen, ohne Verbindungsmaterial. Die ganze Konstruktion wurde wahrschienlich mit einer großen Platte verschlossen, die aber nicht erhalten geblieben ist.

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Im Boden der Kammer befanden sich vier Grabgruben. In den ungeplünderten Gräbern waren Männer und Frauen mit reichhaltigen Grabbeigaben bestattet Unter den Grabbeigaben stechen ein goldener Becher mit Oktopuss- Dekor, ein silberne Kylix (Trinkschale) mit Jagdszenen, ein goldener und silberner Becher vom Vaphio- Typus mit Stierköpfen, ein goldenes Kästchen, ein Straußenei, Bronzewaffen, Siegelsteine aus Achat, Karneol und Nephrit, Schmuck aus Gold und Halbedelsteinen heraus.

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Die Kammergräber haben abschüssige Korridore mit aufeinander zulaufenden Wänden und vierseitigen Grabkammern, deren Öffnungen von Natursteinen verschlossen wurden. In den Böden der Kammern und Korridore wurden oft zusätzliche Gruben ausgehoben, da diese Gräber für aufeinanderfolgende Bestattungen der Mitglieder derselben Familie oder desselben Geschlechts genutzt wurden. Die monumentale Form der Gräber und die reichhaltigen Grabbeigaben, von denen die Bronzerüstung die Imposanteste ist, liefern den Beleg für eine Gesellschaft mit einer komplexen Struktur. Besonders bedeutend sind die Hinweise auf Rituale, die uns die Bestattung von Pferden außerhalb der Gräber liefern. Der Friedhof war um das 15. und 14. Jahrhundert v. Chr. in Gebrauch und wird mit dem Palastzentrum von Midea in Zusammenhang gebracht.

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